Ich möchte heute einmal die mir gebotene Möglichkeit nutzen, Sie über meinen Blog über das aktuelle Google-Bashing zu informieren. Eigentlich ist für die Wahrheit der CDU-Politiker Ihres Wahlkreises dafür zuständig, diese sind aber meist damit beschäftigt noch intensiver daran zu arbeiten Deutschland noch behäbiger, noch rückständiger und noch unternehmerfeindlich zu machen als es eh schon ist.

Vorab sollten wir noch ein paar Begriffe klären, damit wir auch beide wissen von was wir sprechen. Diese Blätter die Ihnen gerade Ihr Enkel oder Ihre Tochter bzw. Sohn auf den Tisch gelegt hat, ist ein Ausdruck aus dem Internet. Dazu ist das Internet zwar nicht gedacht, allerdings gibt es dank Innovationen die schon vor Jahrzehnten stattfanden diese Möglichkeit. Dieser Ihnen nun vorliegende Ausdruck stammt von einem Blog namens mehrblog.de.

Ein Blog ist eigentlich, ganz einfach erklärt, eine sehr einfach zu bedienende Software um Internetseiten zu erstellen. Oft wird dazu WordPress benutzt, eine spezielle Blog-Software, die am meisten verbreitet ist und besonders flexibel in der Anwendung ist. Mit dieser Software lässt sich eben eine Internet-Seite sehr einfach und schnell erstellen und wird von den Bloggern (Autoren eines Blogs) vornehmlich mit Geschichten und Texten befüllt die Ihre eigenen Gedanken wiederspiegeln. Genau dies habe ich mit diesem Text auch vor, weil eben ja Ihr Politiker die Chance nicht wahrnimmt die Wahrheit zu sagen.

Der zweite Begriff ist wiederum ein sehr moderner. Google-Bashing sagt eigentlich, einfach gesagt, das aus, was momentan in Politik und anderen Medien immer wieder passiert. Man nimmt, bildlich gesprochen einen Knüppel in die Hand und klopft ordentlich auf Google herum, weil man der Ansicht ist, dass Google ein ganz ganz schlimmer Feind ist, den man bekämpfen muss. Das zum Begriff Bashing bzw. Google-Bashing im speziellen.

Alle (Politiker) hassen Google

Im genauen geht es eigentlich um Google StreetView. Das ist ein spezieller Google-Dienst, der im Internet vorher abgelichtete Straßenzüge abbildet und man als User darin (virtuell) spazieren kann um die Gegend und das räumliche Umfeld zu erkunden.

Nun gibt es in der Politik die ein oder andere Protagonistin, die diesen Dienst völlig verbieten möchte, das aber käme nach aktueller Rechtssprechung eher einer Zensur gleich als dem Schutz der Öffentlichkeit bzw. des einzelnen Individuums.

Google also fährt mit speziellen Autos durch die Straßen und fotografiert die Straßenzüge und automatisch auch Fahrzeuge und Menschen die sich auf diesen befinden, aber auch Häuser. Eventuell sogar Ihr Haus, und das legal.

In Deutschland ist es nämlich JEDEM erlaubt  von öffentlich zugänglichen Plätzen und Straßen Fotos der Umgebung zu machen. Wenn also jemand mit einem Fotoapperat vor Ihrem Haus auf der Straße steht und irgendetwas fotografiert und Ihr Haus befindet sich mit auf diesem Bild, haben Sie keine Möglichkeit dies zu verbieten oder gar eine Unterlassung zu erzwingen. Nichts anderes macht Google.

Angst #1: Kriminelle spähen in Google StreetView

Die allgemeine und landläufige Befürchtung (zumindest sagen das die Politiker immer) ist, dass kriminelle Zeitgenossen dieses Google StreetView dazu missbrauchen können, um Ihre Raubzüge zu planen. Das ist Unsinn. Denn das könnten Sie auch ohne Google. Ich sage Ihnen wie:

Man nehme ein Auto das eh jeder besitzt und eine handelsübliche Video-Kamera und fahre durch die Stadt. Zuhause nehme man den Film und analysiert diesen und könnte dann ebenso seine Einbrüche planen und organisieren und die Ziele auskundschaften.

Mir ist allerdings kein Fall bekannt, dass Einbrecher wie eben beschrieben vorgehen. Auch ist es mir nicht bekannt, dass in einem anderen Land der Welt, wo Google StreetView schon verfügbar ist, Raubzüge über denselbigen Dienst geplant wurden.

Angst #2: Verletzung der Privatsphäre

Durch das nicht existente Verbot Häuser fotografieren zu dürfen, ist diese Angst unbegründet. Ist in Ihrer Straße schon einmal eine Demonstartion gewesen über die mit Bild in Ihrer Tageszeitung berichtet wurde? Gab es mal einen Unfall in Ihrer Straße der im Lokalteil Ihrer Zeitung Thema war? Faschings- / Karneval- / Fasnachts-Umzug? Sportveranstaltung wie Radrennen oder Marathon? Dann war Ihr Haus auch schon in der Zeitung abgebildet oder im Fernsehen zu sehen. Glauben Sie ernsthaft, dass die Eigentümer solcher Häuser öfter ausgeraubt werden oder in Ihre Wohnungen öfter eingebrochen werden?

Auch die Angst vor der Verletzung der Privatsphäre durch Bilder von Ihnen oder Ihres Autos sind unbegründet. Google hat zugesichert, und da vertraue ich zu 110% den Zusicherungen, alle nur erdenklichen Bildausschnitte die ein Gesicht oder ein Auto-Kennzeichen zeigen unkenntlich gemacht werden.

Angst #3: Übermacht Google

Diese Angst kann ich sogar zum Teil verstehen, denn Google ist wirklich sehr groß und weiß über uns alle (Internetnutzer) sehr viel. Allerdings können Sie sehr erheblich mit Ihrem Handeln und Unterlassen sehr viel steuern, was Google wirklich üper Sie weiß. Preisgeben wird Google dieses Wissen über Sie nie. Dieses Wissen dient nur einem einzigen Zweck: Ihnen auf so vielen Seiten wie möglich passende Werbung anzuzeigen, damit die Chance größer ist, dass Sie darauf klicken. Das ist nämlich der Geschäftsgegenstand von Google. Und Google ist wie jede andere Firma auf Gewinnmaximierung aus, wie es jede Firma ist und sogar im Gesetz steht.

Warum also StreetView?

Stellen Sie sich vor, Ihre Tochter möchte bzw. muß in eine neue Stadt umziehen, weil Sie ihr Studium dort weiter führen will oder gar Ihr Refendariat in einer anderen Stadt machen kann. Oder ein Praktikum oder ein neuer Job, ein neuer Freund… die Liste kann man beliebig fortführen. Nun machen Sie sich also dran und suchen für Ihre Tochter eine Wohnung in der neuen Stadt. Doch wie ist die Wohngegend? Stimmt das was der Immobilienmakler sagt? gibt es wirklich Läden für den täglichen Bedarf in der Nähe? Ist der Blick in den Park?

Nun haben Sie 2 Möglichkeiten. Entweder sie setzen sich in Ihr Auto und fahren (im schlechtesten Fall) von Rostock nach Freiburg, buchen 2 Übernachtungen dazu, um sich einfach mal die Gegend an zu schauen. Oder aber Sie schauen in Google StreetView.

Sie wohnen in einer touristisch interessanten Gegend? Leben Sie vielleicht direkt oder indirekt vom Tourismus in Ihrer Region? Wäre es nicht für potentielle Gäste für deren Urlaubs-Planung interessant Ihren Ort schonmal vorab virtuell zu besuchen?

Sie gehen selber gerne in den Urlaub? Glauben Sie den Versprechungen der Urlaubs-Kataloge dass das Hotel wirklich direkt am See, am Wald, am Meer liegt? Wäre es nicht toll wenn Sie dies im Internet mit StreetView prüfen können? Können Sie so nicht ungewollten Ärger im Urlaub umgehen?

Das sind nur wenige Beispiele. Ich persönlich sehe für diese Art der Technik sehr großes Potential für die Zukunft. Nicht nur für Google sondern auch für uns als Verbraucher, für uns die umziehen wollen, für uns Urlauber, für uns Kunden… Führen Sie die Liste selbst fort… Die Vorteile überwiegen den Nachteilen erheblich.

Und warum Google das verbieten das anderen erlaubt ist?

Das aktuelle Bashing bezüglich öffentlichem Fotografieren möchte durch diverse CDU-Politiker immer nur Google verboten werden. Warum verbietet man es nicht auch VirtualCityLeipzig.de (Bilder aus Leipzig), VirtualCityDresden.de oder VirtalCityBerlin.de die jeweils Bilder in ähnlicher Manier wie Google StreetView anbieten? Oder aber sightwalk.de die den selben Service für Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Köln München und Stuttgart anbieten?

Warum Poliker gegen StreetView sind?

Auch das, so denke ich zumindest kann ich Ihnen erklären. Mit dieser Debatte über Google StreetView werden bei Ihnen als Wähler Ängste geschürt. Das wird deshalb gemacht, weil am 09. Mai 2010 Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Bei dieser Wahl ist es durchaus möglich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung unter Jürgen Rüttgers verlieren könnte und dann aber auch im Bundesrat 6 wichtige Stimmen verlieren wird. Dann wäre es für die aktuelle Bundesregierung äußerst schwierig die im Bundestag verabschiedeten Gesetze auch durch den Bundesrat zu drücken.

Und da Sie, bitte entschuldigen Sie diese Unterstellung, in der zweiten Lebenshälfte stehen und somit zum größten Wählerkreis gehören, wird diese Angst geschürt. Ähnliches konnten wir schon bei Frau von der Leyen beobachten, die mit ihrem Zensur-Gesetz vorpreschte, das übrigens so nie endgültig verabschiedet wurde und immer noch in der Luft hängt.

Sie sehen, all das und die meist den Tatsachen widersprechenden Debatten über StreetView sind nur ein politisches Spielchen der machthabenden politischen Parteien um die Machtverhältnisse in unserem Land zu wahren.